Kontinuierliche Identifizierung betrügerischer Schadenfälle durch Straight-Through-Verarbeitung

Kunde
Malta Insurance Association (MIA)

Herausforderung
Wie können Versicherer bei der Vermeidung und Bekämpfung von Betrug zusammenarbeiten

Lösung
FRISS Länderplattform, ‘Malta Insurance Fraud Platform’ (MIFP)

Ergebnisse

  • Kontinuierliche Identifizierung betrügerischer Schadenfälle durch Straight-Through-Verarbeitung

  • Sodass Sachbearbeiter und Betrugsermittler effektiver arbeiten und die Verlustquote des Unternehmens senken könnn

  • Etablierung einer Betrugsbekämpfungskultur

Kunde

Die Malta Insurance Association (MIA) ist eine gemeinnützige Organisation, die die Sichtweisen und gemeinsamen Interessen aller Versicherungsgesellschaften in Malta vertritt, sowohl inländischer als auch ausländischer. Jeder Versicherer ist unabhängig vom Geschäftsbereich zur Mitgliedschaft in diesem Verband berechtigt. Da Malta ein kleines Land ist, sind auf diesem Markt derzeit nur etwa zwanzig Versicherungsunternehmen aktiv. Die MIA-Mitglieder beschäftigen zusammen rund 786 Mitarbeiter. Darüber hinaus sind sie für mehr als 434 Versicherungsvermittler verantwortlich und mehrere hundert weitere Personen sind mit Nebendienstleistungen wie Versicherungsvermittlung, Erstellung von Versicherungsgutachten, Risikomanagement und Schadensregulierung beschäftigt.

Herausforderung

Viele europäische Länder tauschen Daten zu Schadenfällen und/oder Betrugsfällen untereinander aus. Es gibt jedoch immer noch eine Reihe von Ländern (dies sind hauptsächlich die kleineren unter ihnen und die wirtschaftlichen Schwellenländer), die an diesem Datenaustausch noch nicht teilnehmen. Zu diesen Ländern gehörte früher auch Malta. Die MIA erkannte irgendwann, dass Versicherungsbetrug ein ernsthaftes Problem für die in Malta tätigen Versicherungsunternehmen (d. h. ihre Mitglieder) darstellt und einen erheblichen Einfluss auf deren Verlustquoten ausübte. Betrüger sind in ihrer Vorgehensweise besonders kreativ und wenn sie bei einem der Versicherer Betrug begehen, können sie leicht zu einem anderen wechseln, ohne als risikobehaftet gemeldet zu werden. Daher haben die maltesischen Versicherer es mit vielen Betrügern zu tun, die von einem Versicherer zum anderen ziehen. Malta ist zudem ein Land mit hohem Ausländeranteil, was in diesem Fall auch eine große Anzahl von importierten Fahrzeugen und andere Begleiterscheinungen mit sich bringt. Adrian Galea (General Director der MIA) erklärt, dass „die größte Herausforderung darin bestand, die Mitbewerber an einen Tisch zu bringen und sie davon zu überzeugen, auf der Plattform als Team zu kooperieren und Informationen miteinander auszutauschen“. Die MIA stellte bei FRISS folgende Anfrage: Wie können Versicherer bei der Vermeidung und Bekämpfung von Betrug zusammenarbeiten?

Um eine Betrugsplattform zu realisieren, auf der die maltesischen Versicherer in puncto Betrugsbekämpfung zusammenarbeiten, nahm die MIA mit mehreren Anbietern Gespräche auf, darunter auch FRISS. Die vier größten Versicherer, die 80 % des Marktes repräsentieren, waren bereit, sich der Plattform anzuschließen.

Keiner der teilnehmenden Versicherer nutzte bis zu diesem Zeitpunkt ein Betrugs- und Risikolösung oder überhaupt eine Plattform zum Wissenaustausch. Die MIA wurde als Mittlerin mit der Recherche und dem Auswahlverfahren betraut. Sie übernahm auch die Kommunikation mit den Anbietern, dies jedoch im Namen der Versicherer, die schließlich die Entscheidung treffen mussten. Über den oben beschriebenen Nutzen hinaus wollten die maltesischen Versicherer in einem wettbewerbsorientierten Markt auch in den Genuss eines Wettbewerbsvorteils kommen. Mithilfe der Plattform konnten sie nun nicht nur untereinander ein Benchmarking durchführen, sondern auch ihre Visionen und Erkenntnisse bei der Risikoeinschätzung teilen.

Der Entscheidung für FRISS war ein ebenso umfangreicher wie aufwändiger Rechercheprozess vorausgegangen. Dabei wurden zwischen FRISS und der MIA jede Menge Informationen und Wissen (zum Beispiel Demos, Dokumente und Präsentationen) ausgetauscht und es fanden mehrere Besuche bei Kunden statt, die die FRISS Plattform bereits erfolgreich nutzten.

Nach verschiedenen interaktiven Sitzungen, Diskussionen und Workshops konnte FRISS eine gemeinsame Lösung für vier Versicherungsgesellschaften definieren. FRISS ermöglichte eine gleichwertige und generische Implementierung für alle teilnehmenden maltesischen Versicherer. Im Jahr 2012 wurde die FRISS Betrugsplattform, besser bekannt als „Malta Insurance Fraud Platform“ (MIFP), realisiert. Die FRISS Länderplattform umfasst folgende Elemente:

• Schaden- und Betrugsfälle – Austausch von Informationen über zurückliegende Schaden- und Betrugsfälle;
• Verrechnungsstelle für Schadenfälle – Schadensregulierung für Haftplicht über eine gemeinsam genutzte Plattform;
• Austausch von Schadensfreiheitsrabatten – Effizienzsteigerung durch elektronischen Austausch von Daten zu schadensfreien Jahren;
• Programm zur Straßenverkehrssicherheit – Prävention zukünftiger Schadenfälle durch Analyse von Unfallorten und -umständen.

Neben Versicherern können sich auch Geschäftspartner wie Anbieter für Business Process Oursourcing oder Schadenssachbearbeiter an die Plattform anbinden. Die Vorteile einer Länderplattform sind:

• Zusammenarbeit bei der Betrugsbekämpfung und bessere Erkennung von Betrug;
• Einblicke in Schadens- und Betrugsdaten ohne Datenaustausch;
• Verfügbarkeit von Schnittstellen zu externen Daten für alle teilnehmenden Versicherer;
• Einhaltung geltender Gesetze und Vorschriften.

Wir sind sehr froh, dass wir über ein funktionierendes System verfügen, und wir haben bereits eine ganze Reihe von Betrugsfällen identifiziert. Die Investition in die Plattform war mehr als gerechtfertigt.

Francis Valletta General Manager (Motor Division) von GasanMamo Insurance

Ergebnisse

Die teilnehmenden Versicherungsgesellschaften in Malta sind ein Beispiel dafür, wie die Zusammenarbeit bei der Betrugsbekämpfung deren Effektivität verbessert. Als zugrunde liegende Infrastruktur wird die Malta Insurance Fraud Platform genutzt, über die alle teilnehmenden Versicherungen Informationen austauschen können. Die maltesischen Versicherungen profitieren davon, dass sie Informationen, potenzielle Betrugsfälle und vergangene Ansprüche austauschen und somit Einblicke erhalten können. Jeder einzelne Versicherer, der die Länderplattform nutzt, kann die Erfolgsrate von Betrugsfällen messen, um die Betrugsindikatoren plattformweit zu pflegen und zu verbessern.

Im Jahr 2013 wurde mithilfe der Plattform ein großes Betrugsnetzwerk aufgedeckt und vor Gericht gebracht. Die teilnehmenden Versicherungsgesellschaften sind mit der Betrugsplattform sehr zufrieden und suchen gemeinsam mit FRISS kontinuierlich nach Möglichkeiten, die Plattform zu verbessern. Die maltesischen Versicherer und die sie vertretende MIA sind vom aktuellen Wert und Zukunftspotenzial der FRISS Länderplattform überzeugt.

Matthew von Brockdorff (Deputy Managing Director von Atlas Insurance) erklärt, „dass es darum geht, die Anzahl der unrechtmäßigen Schadensmeldungen zu reduzieren und die Erfolgsaussichten zu erhöhen, indem man die echten Betrugsfälle isoliert. So wird die Implementierung ein Erfolg“.

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