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Die neuesten Entwicklungen betreffend Betrug, Risk & Compliance.
31 Oktober 2018

Betrugserkennung und -prävention wird für Versicherungsunternehmen immer wichtiger

Studie von FRISS zeigt ein zunehmendes Bewusstsein und Verbesserungspotential 

Versicherungsbetrug ist ein globales Problem. Die Folgen spürt jeder Versicherer und indirekt auch jeder ehrliche Versicherungsnehmer. 2017 haben Versicherungsgesellschaften in den USA durch Versicherungsbetrug Verluste von ca. 34 Milliarden Dollar erlitten. Die deutsche Versicherungswirtschaft schätzt ihren Schaden auf etwa 5 Milliarden Euro. Ein globales Problem mit einer wachsenden Anzahl von technologischen Lösungen.

Die Digitalisierung der Systeme, die Analyse großer Datenmengen und die umfangreiche Zusammenarbeit sind der Schlüssel zur Bekämpfung von Versicherungsbetrug. Die Versicherungswirtschaft konzentriert sich zunehmend auf die Betrugsprävention durch innovative Systeme und stützt sich bei der Erfüllung dieser Aufgabe auf die Unterstützung spezialisierter Anbieter. Die Last der Aufdeckung und Reduzierung von Betrug liegt somit nicht mehr beim einzelnen Versicherer. Obwohl dies den meisten Versicherern bewusst ist, steht die Branche noch vor einigen Herausforderungen.

Dies geht aus der von FRISS 2018 durchgeführten Studie zum Thema Versicherungsbetrug hervor. Dazu wurden die Ergebnisse der Befragung von mehr als 150 Branchenprofis zusammengetragen, um ein stimmiges Bild der Situation zu gewinnen. Wir stellen Ihnen im Folgenden einige der wichtigsten Erkenntnisse vor.

Stärkerer Fokus auf Datenqualität 

Fraud Survey-DataDie Qualität der eigenen Daten hat im Vergleich zur Studie aus dem Jahr 2016 noch an Bedeutung zugenommen. 45 % der Versicherer berichten von einer Herausforderung bei der Qualität der erfassten Betrugsdaten. 2016 waren erst 30 % der Versicherer dieser Meinung. Die Hauptgründe dafür waren, dass zu wenig Informationen verfügbar waren und/oder qualitativ schlechte Informationen den Prozess einer effektiven und zuverlässigen Analyse störten.

Es wächst das Bewusstsein der Branche, dass qualitativ hochwertige Informationen unerlässlich sind, um das Kundenerlebnis zu verbessern. Die Nutzung guter Daten sichert kurze Akzeptanz– und Schadenprozesse und führt zu zufriedeneren Kunden. Diese Daten müssen direkt verfügbar und konstant zuverlässig sein.

Informationsaustausch zwischen Versicherern 

Die Digitalisierung macht es möglich, von überall aus sehr schnell geeignete Versicherungsprodukte auffinden und Anfragen zu können. Der Versicherungswechsel ist, auch international, sehr einfach geworden und wird vom Marketing vieler Anbieter stimuliert. Möglich geworden ist dies durch die Entwicklung von Onlineplattformen und mobilen Apps im großen Stil.

Um dabei keine unverantwortlichen Risiken ins Portfolio zu holen und das Kundenerlebnis nicht unnötig zu beeinträchtigen, müssen unbedingt schnell zugängliche und qualitative hochwertige Daten zur Verfügung stehen und auf die richtige Art und Weise eingesetzt werden. Ein großer Teil dieser Informationen stammt jedoch nicht nur aus den versicherungseigenen Systemen, sondern auch aus – häufig öffentlich zugänglichen – externen Quellen oder aus den Systemen anderer Versicherer, welche theoretisch von Drittunternehmen gebündelt zur Verfügung gestellt werden können.

Datenpools

Während noch vor wenigen Jahren die gemeinsame Nutzung von Daten aus Wettbewerbsgründen nahezu undenkbar war, denken viele Versicherer heute anders über dieses Thema. Inzwischen sehen 33 % der Versicherungsgesellschaften dies als ein wichtiges und weiter auszubauendes Mittel im Kampf gegen den Versicherungsbetrug. Dabei ist zum Beispiel an den Austausch von Informationen über gefälschte Schadensforderungen, unzuverlässige Reparaturbetriebe oder Bildmaterial und sonstige Informationen über versicherte Vermögenswerte zu denken. Der gegenseitige Austausch von Informationen mithilfe von Datenpools erhöht die Chance, dass Versicherungsbetrug von vornherein verhindert oder rechtzeitig aufgedeckt wird, erheblich.

DSGVO bleibt Herausforderung für Versicherer

Bei der Betrugsbekämpfung geht es nicht nur um die Implementierung eines geeigneten Systems. Während Betrugsdatenbestände für Versicherer unglaublich nützlich sind, müssen Unternehmen sicherstellen, dass sie konform sind. Wer Daten verarbeitet, muss auch dafür sorgen, dass der Datenschutz gewährleistet ist und die Daten sicher gespeichert und genutzt werden. Für 30 % der Versicherer ist dies, nicht zuletzt auch wegen der Einführung der DSGVO, eine Herausforderung, die viel Aufmerksamkeit erfordert.

Für das Thema Betrugsbekämpfung als Ganzes gilt dasselbe: Bei 28 % der Versicherer müssen die damit betrauten Personen hart um entsprechende Prioritäten im Unternehmen kämpfen.

Digitaler Wandel: Systeme aktuell, aber nicht immer in Ordnung

Die meisten Versicherer erkennen heute, dass der einzige Weg zur wirksamen Betrugsbekämpfung darin besteht, fortschrittliche und sich weiterentwickelnde Technologien einzusetzen. Die digitalisierte Betrugserkennung wird von Tag zu Tag effektiver und die Versicherungsunternehmen müssen Schritt halten.

Auf dem Gebiet der Automatisierung gibt es eine rasante Aufholjagd. 2016 gaben 20 % der Versicherer an, dass ihre Systeme veraltet seien. Aktuell kommen nur noch 14 % der befragten Unternehmen zu dieser Einschätzung. Der weitaus größte Teil der Versicherer meint, dass die eigenen Systeme ausreichend aktuell sind. 61 % arbeiten mit automatisierter Software, um Betrug in Echtzeit erkennen zu können. Diejenigen, die von niedrigeren Schadenquoten, gesünderen Portfolios und effizienteren Schadenuntersuchungen profitieren.

Obwohl viele Versicherer ihre Systeme für aktuell halten, tun 53 % sich mit der Pflege der Systeme schwer: Sie geben an, dass die Kapazität der IT-Abteilungen als unzureichend erfahren wird und die Prioritäten anderswo gesetzt werden. 43 % der befragten Unternehmen haben Schwierigkeiten mit der Datenintegration und kämpfen mit einer zu großen Zahl von Falsch-Positiv-Meldungen. Dies wiederum führt zu Verzögerungen bei der Schadensabwicklung. Durch die Zusammenarbeit mit Unternehmen, spezialisierten auf Betrugserkennung, werden diese Herausforderungen praktisch eliminiert.

Weiter großes Verbesserungspotential

Im Vergleich zur letzten Befragung vor zwei Jahren ist von einem Fortschritt zu sprechen. Der Kampf gegen den Versicherungsbetrug wird als gesellschaftlich und betriebswirtschaftlich bedeutsam angesehen. Dasselbe gilt für das Bewusstsein, dass qualitativ hochwertige Daten und deren Nutzung durch automatisierte Systeme auf dem neuesten Stand der Technik der Schlüssel zu schnellen und richtigen Entscheidungen und damit zum Erfolg sind. Das Bewusstsein nimmt also zu, aber es gibt noch weiterhin ein großes Verbesserungspotential.

Laden Sie hier die vollständige Studie herunter 

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